Stadtwerke Waldkirch GmbH: Netze
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Lastprofilverfahren

Lastgangkunden (RLM-Kunden)
Unter Lastgangkunden sind alle Letztverbraucher zu verstehen, die einen Jahresverbrauch von mehr als 1.500.000 kWh oder eine Leistung von mehr als 500 kW aufweisen und bei denen zur Aufzeichnung der stündlichen Ausspeiseleistungen geeignete Messeinrichtungen mit registrierender Leistungsmessung eingebaut werden.

Lastprofilkunden (SLP-Kunden)
Nach § 29 GasNZV haben die Stadtwerke Waldkirch für die Abwicklung der Gaslieferungen an Letztverbraucher bis zu einer maximalen stündlichen Ausspeiseleistung von 500 kW und bis zu einer maximalen jährlichen Entnahme von 1.500.000 kWh vereinfachte Methoden (Standardlastprofile) anzuwenden.

In Anlehnung an die vom Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik der TU München im Jahr 2002 entwickelten und im Jahre 2005 vereinfachten Lastprofile unterscheiden die Stadtwerke Waldkirch folgende Standardlastprofiltypen:

W14 Haushalte mit einer Arbeitsmenge von bis zu 50.000 kWh
W24 Haushalte mit einer Arbeitsmenge von mehr als 50.000 kWh
KO3 Gewerbekunden mit überwiegendem Heizgasanteil
MK3 Gewerbekunden mit überwiegendem Prozessgasanteil
HK3 Kochgaskunden bis zu ca. 1000 kWh

Weitergehende Informationen können der BGW-Praxisinformation P 2006/8 (Anwendung von Standardlastprofilen zur Belieferung von nicht-leistungsgemessenen Kunden) entnommen werden. Das Verteilnetz der Stadtwerke Waldkirch liegt in lediglich einer Temperaturzone. Die Auslegungstemperatur beträgt -12°C und die maßgebliche Wetterstation vom deutschen Wetterdienst befindet sich in Freiburg, Flugplatz.

Bilanzierungssystem
Die Stadtwerke wenden das synthetische Lastprofilverfahren und die Regelungen der Bundesnetzagentur zum Regel- und Ausgleichsenergiemarkt (Festlegung "GABI Gas", Az.: BK7-08-002) zum 01.10.2008 an.

Mehr- und Mindermengen
Unter Mehr- und Mindermengen sind die Differenzen zwischen der von SLP-Kunden eines Lieferanten tatsächlich entnommener Arbeitsmenge und des durch die Bilanzierung allokierten Verbrauchs für diesen Kunden zu verstehen. Für RLM-Kunden entstehen Mehr- und Mindermengen durch die Anwendung von vorläufigen (=bilanziellen) und den endgültigen Brennwerten.

Unterschreitet die Summe der in einem Zeitraum ermittelten Arbeit die Summe der Arbeit, die den bilanzierten Lastprofilen zugrunde gelegt wurde (ungewollte Mehrmenge), so vergütet der Netzbetreiber dem Lieferanten oder dem Kunden diese Differenzmenge.

Überschreitet die Summe der in einem Zeitraum ermittelten Arbeit die Summe der Arbeit, die den bilanzierten Lastprofilen zugrunde gelegt wurde, (ungewollte Mindermenge), stellt der Netzbetreiber die Differenzmenge dem Lieferanten in Rechnung.
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